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Recht & Fuhrpark

KEBA, go-e, Tesla, Easee: So rechnen Sie jede Wallbox korrekt ab – Österreich 2026

Firmenwagen zuhause laden und korrekt abrechnen: So exportieren Sie Ladedaten aus KEBA, go-e, Tesla, Easee, Fronius & Zaptec – BMF-konform mit dem amtlichen Strompreis 2026 (32,806 Ct/kWh)

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Ihr Vertriebsleiter fährt einen Tesla und hat die hauseigene Wall Connector. Die Projektleiterin schwört auf ihren go-e Charger Gemini. Der Techniker im Außendienst nutzt eine KEBA KeContact P30, und die Geschäftsführerin hat sich gerade eine Easee Home installieren lassen.

Klingt nach einem typischen österreichischen KMU mit E-Firmenwagen – und nach einem Albtraum für die Lohnverrechnung.

Denn seit 1. Jänner 2026 muss jede einzelne Kilowattstunde, die Mitarbeitende zu Hause in den Firmenwagen laden, exakt dokumentiert und zum amtlichen Strompreis erstattet werden. Die alte Pauschale von 30 Euro pro Monat ist Geschichte. Wer die Nachweispflicht nicht erfüllt, riskiert bei der nächsten GPLA-Prüfung saftige Nachzahlungen.

Die gute Nachricht: Sie brauchen keine neuen Wallboxen. Jede der gängigen Ladestationen in Österreich liefert die nötigen Daten bereits – man muss nur wissen, wo und wie man sie exportiert. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Ladedaten aus jeder Wallbox herausholen und BMF-konform abrechnen.

Die rechtliche Grundlage: Was seit 2026 in Österreich gilt

Bevor wir in die technischen Details einsteigen, die wichtigsten Eckpunkte der neuen Regelung nach der Sachbezugswerteverordnung:

Die Pauschale von bis zu 30 Euro pro Monat ohne Nachweis wurde mit 31.12.2025 ersatzlos gestrichen. Ab 2026 ist ausschließlich eine kWh-genaue Abrechnung zulässig, wenn die Erstattung steuer- und abgabenfrei erfolgen soll. Der amtliche Strompreis für 2026 beträgt 32,806 Cent pro kWh (0,32806 Euro). Dieser Wert wird vom BMF jährlich festgelegt und darf ohne individuellen Stromnachweis herangezogen werden. Die Lademenge muss dem Firmenwagen eindeutig zugeordnet werden können – etwa über RFID-Karten, Fahrzeug-IDs oder separate Benutzerkonten.

Entscheidend für österreichische Unternehmen: Anders als in Deutschland gibt es in Österreich kein Eichrecht-Problem. Es braucht keinen MID-zertifizierten Zähler. Eine plausible Zuordnung der kWh über RFID oder Fahrzeug-ID reicht aus. Das macht die Umsetzung deutlich einfacher als beim deutschen Nachbarn.

Wallbox für Wallbox: So kommen Sie an Ihre Ladedaten

KEBA KeContact P30 / P40 – Der österreichische Marktführer

KEBA ist mit Abstand die am weitesten verbreitete Wallbox in österreichischen Haushalten mit Firmenwagen. Die in Linz produzierten Ladestationen bieten mehrere Wege zur Datenerfassung.

Automatischer E-Mail-Report: Die KEBA P30 x-series und die P40-Modelle können monatliche Ladeberichte automatisch per E-Mail versenden – als PDF und CSV. In der KEBA eMobility App oder im Webinterface lässt sich eine Empfänger-Adresse hinterlegen. Das CSV enthält alle relevanten Daten: Datum, Uhrzeit, Dauer, geladene kWh und die verwendete RFID-Karte.

Webinterface-Export: Über das lokale Webinterface (erreichbar über die IP-Adresse der Wallbox im Heimnetzwerk) können Ladesitzungen jederzeit als CSV heruntergeladen werden.

RFID-Trennung: Alle KEBA-Modelle mit RFID-Funktion ermöglichen die saubere Trennung von Firmen- und Privat-Ladevorgängen. Ein RFID-Tag für den Firmenwagen, ein anderer für das Privatauto – die Wallbox dokumentiert automatisch, welcher Tag welchen Ladevorgang ausgelöst hat.

Tipp für die Praxis: Bitten Sie Ihre Mitarbeitenden, den automatischen E-Mail-Report an eine zentrale Adresse wie z.B. import@ihrefirma.at zu aktivieren. So landen die Daten monatlich ohne Zutun im System.

go-e Charger Gemini / Gemini flex – Beliebt und flexibel

Der go-e Charger aus Feldkirch in Vorarlberg ist der zweite große Player am österreichischen Markt. Die Gemini-Serie bietet umfangreiche Exportmöglichkeiten.

go-e App & Cloud: In der go-e App sind alle Ladevorgänge mit kWh, Datum und RFID-Zuordnung gespeichert. Der Export erfolgt als CSV über die App oder das Web-Dashboard unter my.go-e.com.

Lokale API: Für technisch versierte Anwender bietet go-e eine lokale HTTP-API. Darüber lassen sich Ladesitzungen automatisiert abrufen – ideal für die direkte Integration in ein Abrechnungssystem.

Cloud-API: Go-e stellt auch eine Cloud-API bereit, über die Ladevorgänge zentral abgefragt werden können. Das ist besonders für Unternehmen mit mehreren go-e Wallboxen im Fuhrpark interessant.

RFID: Auch go-e unterstützt RFID-basierte Nutzertrennung. Bis zu 10 RFID-Tags können pro Wallbox hinterlegt werden.

Tipp: Der go-e Charger Gemini 2.0 mit Mobilfunk-SIM ist besonders praktisch für Dienstwagen-Szenarien, weil er unabhängig vom WLAN des Mitarbeitenden funktioniert.

Tesla Wall Connector – Sonderfall mit Fahrzeug-ID

Die Tesla Wall Connector nimmt eine Sonderstellung ein, weil sie kein klassisches RFID-System verwendet. Stattdessen erfolgt die Zuordnung über die Tesla-Fahrzeug-ID (VIN).

Tesla App: Jeder Ladevorgang wird in der Tesla App dokumentiert – inklusive geladener kWh, Standort und Zeitpunkt. Der Export erfolgt über das Tesla-Konto unter tesla.com als CSV-Datei (Charging History).

Zuordnung über VIN: Da Tesla die Fahrzeug-ID automatisch erkennt, ist die Trennung zwischen Firmen-Tesla und einem eventuellen privaten Zweitwagen kein Problem – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um zwei Tesla-Fahrzeuge am selben Wall Connector. In diesem Fall muss das Laden über separate Tesla-Konten getrennt werden.

Tipp: Die Tesla Charging History enthält neben Heimladungen auch Supercharger-Sessions. Achten Sie beim Export darauf, nur die Heimladevorgänge zu filtern (erkennbar am Standort).

Easee Home / Charge – Skandinavische Qualität mit Cloud

Easee ist besonders in Neubauten beliebt und bietet eine vollständig cloudbasierte Verwaltung.

Easee Portal & App: Unter portal.easee.com oder in der Easee App sind alle Ladevorgänge pro RFID-Tag abrufbar. Der Export erfolgt als CSV mit allen relevanten Feldern.

RFID-Management: Easee unterstützt beliebig viele RFID-Tags pro Wallbox, jeweils mit eindeutiger Zuordnung.

Cloud-API (OAuth2): Für die automatisierte Abfrage bietet Easee eine Cloud-API mit OAuth2-Authentifizierung. Ladevorgänge lassen sich so in Echtzeit synchronisieren.

Tipp: Im Easee Portal können Admins mehrere Wallboxen verschiedener Mitarbeitender zentral verwalten – eine praktische Funktion für Fuhrparkmanager.

Fronius Wattpilot – Ideal bei PV-Überschussladen

Der Fronius Wattpilot ist besonders bei Mitarbeitenden beliebt, die eine Photovoltaikanlage besitzen und mit Solarüberschuss laden möchten.

Solar.web & App: Ladevorgänge sind im Fronius Solar.web-Portal oder in der Wattpilot App dokumentiert. Der Export liefert CSV-Dateien mit kWh pro Ladevorgang.

Wichtig für PV-Besitzer: Auch wenn Mitarbeitende teilweise mit Solarstrom laden, darf laut Sachbezugswerteverordnung der amtliche Strompreis (32,806 Ct/kWh) herangezogen werden – ohne gesonderte Berechnung des PV-Eigenstromanteils. Das vereinfacht die Abrechnung erheblich.

Zaptec Pro / Go – Norwegische Technik, Cloud-basiert

Zaptec Portal: Alle Ladevorgänge sind im Cloud-Portal unter portal.zaptec.com abrufbar, inklusive RFID-Zuordnung und kWh-Daten. Export als CSV oder über die Zaptec Cloud-API.

Schrack i-CHARGE – Österreichischer Traditionsanbieter

Schrack Smart Services: Die i-CHARGE-Serie liefert Ladeprotokolle über das Schrack-Backend, exportierbar als CSV.

Das Kernproblem: Verschiedene Formate, eine Lohnverrechnung

Die Daten zu exportieren ist also bei jeder Wallbox möglich. Doch hier beginnt das eigentliche Problem für die Lohnverrechnung:

Jeder Hersteller liefert ein anderes CSV-Format. KEBA nennt die Spalte „Energie (kWh)", go-e schreibt „energy_wh" (in Wattstunden!), Tesla exportiert in englischer Notation mit Punkt statt Komma. Die RFID-Tags haben unterschiedliche Formate. Manche Wallboxen exportieren Timestamps als Unix-Timestamps, andere als europäisches Datum.

Wenn Sie 5 Mitarbeitende mit 3 verschiedenen Wallbox-Marken haben, müssen Sie jeden Monat 5 CSV-Dateien in 3 verschiedenen Formaten manuell zusammenführen, die kWh-Werte mit 0,32806 €/kWh multiplizieren, prüfen, ob die RFID-Zuordnung korrekt zum Firmenwagen passt, das Ergebnis in das Format Ihres Lohnverrechnungsprogramms bringen und alles revisionssicher archivieren.

Bei 20 Fahrzeugen wird daraus schnell ein halber Arbeitstag pro Monat – nur für die Heimlade-Abrechnung.

Die Lösung: Automatisierte Abrechnung mit kWhisper

Genau dieses Problem löst kWhisper. Als einzige Software-Lösung in Österreich importiert kWhisper die Ladedaten aller gängigen Wallbox-Hersteller automatisch und erstellt daraus BMF-konforme Abrechnungen – fertig für die Lohnverrechnung.

So funktioniert es in drei Schritten:

Schritt 1 – Daten erfassen: Mitarbeitende laden ihre CSV-Dateien hoch, leiten den Wallbox-Report einfach per E-Mail weiter, oder die Daten werden automatisch über die API synchronisiert (go-e, Easee, Zaptec). Egal ob KEBA, go-e, Tesla, Easee, Fronius, Zaptec oder Schrack – kWhisper erkennt das Format automatisch.

Schritt 2 – kWhisper rechnet: Das System multipliziert jede geladene kWh mit dem aktuellen amtlichen Strompreis (2026: 32,806 Ct/kWh), prüft die RFID-Zuordnung (Firmen-RFID wird erstattet, Privat-RFID wird ignoriert) und erstellt eine monatliche Gutschrift pro Mitarbeiter.

Schritt 3 – Export in die Lohnverrechnung: Per Klick exportieren Sie die Abrechnungsdaten im Format Ihres Lohnverrechnungsprogramms – ob BMD, RZL, DATEV AT oder generisches CSV. Personalnummer, Lohnart, Betrag – alles fertig formatiert. Die Lohnverrechnerin importiert die Datei, und die Erstattung läuft mit der nächsten Gehaltsabrechnung.

Rechenbeispiel: Was kostet Excel vs. kWhisper?

Nehmen wir ein KMU mit 15 E-Firmenwagen, die zu Hause geladen werden:

Der Excel-Weg kostet monatlich: Die HR-Mitarbeiterin sammelt 15 CSV-Dateien ein, rechnet manuell um und bereitet den Lohnexport vor. Das dauert etwa 3 bis 4 Stunden pro Monat. Bei einem HR-Stundensatz von rund 40 Euro sind das 120 bis 160 Euro Personalkosten – plus das Risiko, dass bei der nächsten Betriebsprüfung ein Fehler auffliegt.

kWhisper kostet monatlich: 15 Fahrzeuge × 5 Euro = 75 Euro. Zeitaufwand: etwa 15 Minuten für den Export. Die Ersparnis liegt bei über 100 Euro pro Monat, und das Compliance-Risiko sinkt auf null.

Checkliste: So starten Sie die korrekte Heimlade-Abrechnung

Sofort: Prüfen Sie, welche Wallbox-Modelle Ihre Mitarbeitenden zu Hause installiert haben. Stellen Sie sicher, dass jede Wallbox über RFID-Funktion oder Fahrzeug-ID-Erkennung verfügt. Vergeben Sie je einen Firmen-RFID-Tag pro Mitarbeiter – und kommunizieren Sie klar, dass Privat-Ladevorgänge mit einem separaten Tag erfolgen müssen.

Kurzfristig: Definieren Sie einen einheitlichen Prozess für die monatliche Datenlieferung (CSV-Upload, E-Mail-Weiterleitung oder API). Legen Sie den amtlichen Strompreis (32,806 Ct/kWh für 2026) als Berechnungsgrundlage fest. Passen Sie Ihre Dienstwagenrichtlinie an die neuen Anforderungen an.

Empfehlung: Testen Sie kWhisper kostenlos und erleben Sie, wie die Abrechnung für Ihren gesamten Fuhrpark in wenigen Minuten erledigt ist – egal welche Wallbox Ihre Mitarbeitenden nutzen. Jetzt kostenlos starten unter kwhisper.at.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine steuerliche Beratung dar. Für verbindliche Auskünfte kontaktieren Sie Ihren Steuerberater oder Lohnverrechner. Stand: März 2026.

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